Tenacious D – The Pick of Destiny

Dienstag, 30. Januar, 2007 at 8:14 (Rezensionen, Rock)

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The Pick of Destiny, so lautet der Titel des im Februar erscheinenden Albums von Tenacious D. Es ist zugleich der Soundtrack zum gleichnamigen Film, der die Entstehung der Band als Legende auf die Kinoleinwand bannt. Wie so oft geht das Wortspiel des Titels („pick“ bedeutet sowohl „Plektron“ als auch „Wahl“) bei der Nicht-Übersetzung ins Deutsche verloren: Der Film wird hierzulande als „Kings of Rock“ erscheinen.

Dass der Humor von Jack Black (Gesang) und Kyle Gass (Leadgitarre und Gesang im Hintergrund) nicht jedermanns Sache ist, steht außer Frage. Er ist auf den ersten Blick vor allem sehr amerikanisch, laut, und vulgär. Wer also bereits das erste Album, Tenacious D, nicht mochte und Jack Black als Möchtegern-Rocker/Lehrer in School Of Rock oder als Musik-Nerd in High Fidelity einfach nur nervig fand, wird an The Pick of Destiny (PoD) keine Freude haben. Denn bei dieser Band bzw. bei diesen Schauspielern sind die Grenzen zwischen Musik und Comedy fließend. Umgekehrt gilt: Wer gerade das Laute und Übertriebene, die Nicht- und Nonsense-Reime der Tenacious D-Texte und die daraus resultierende Satire mag, dem wird auch hier die Musik gefallen.

Zum Beispiel, wenn JB in gewohnt eloquenter Sprache verkündet: „Now let me tell you something about the government (uh huh)/They’re fucking up the environment (say what?)/They’re taking all the fucking beautiful animals (yeah?)/And making them fucking extinct (oh no!)“ Doch es gibt noch Hoffnung, wie JB weiß, und so singt er im Stile einer Country-Patrioten-Schnulze: „Cos the land of love and freedom/Is just a baby’s breath away/And if we hold hands together/We can bring back the USA“ (The Government Totally Sucks). Da können sich die armen, vom Aussterben bedrohten Tiere aber glücklich schätzen.

Auch an namenhaften Gästen fehlt es nicht: Foo-Fighters-Sänger und -Gitarrist Dave Grohl sitzt bei PoD wieder am Schlagzeug und spielt im Film den Satan, wie schon im Video zu Tribute, ein Stück vom ersten Album. Ebenfalls zu hören sind Meat Loaf, der im Film JBs Vater spielt, und der amerikanische Hard-Rock- und Metal-Sänger Ronnie James Dio.

Ein Wehrmutstropfen ist jedoch, dass diesmal keine kurzen Szenen zwischen den einzelnen Stücken eingefügt sind. Keine Erfindungen von JB, wie das Singen-beim-Einatmen, welches Non-stop-Rocken erlaubt (Inward Breathing), oder der Song, der aus einer einzigen Note besteht (One-note Song) – und kein KG, der stellvertretend für die Zuhörer das selbsternannte Genie verkennt und zur Weißglut bringt.

Fazit: Eine Generalempfehlung kann man zwar für keine Band aussprechen – aber bei Tenacious D kann man es ganz besonders nicht. Am einfachsten lässt es sich so ausdrücken: Wer Jack Black in High Fidelity und School of Rock mochte, der mag wahrscheinlich auch Tenacious D. Wer Tenacious D mag, wird das erste Album besser finden.

Solveig Wrage

Offizielle Homepage:
http://www.tenaciousd.com/

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