Beiträge zur Nischensprengung
Zehn Metal-Alben, die niemandem peinlich sein müssen

Prince – Planet Earth

Es klingt als hätte Prince seine Selbstverständlichkeit wieder gefunden. Für mich war Prince auf dem Höhepunkt seiner Karriere als ich geboren wurde. In meinem Bewusstsein galt er immer als der „große“ Prince, der unglaubliches geleistet hatte und auf den immer noch alle warten. Darauf warten, dass er wieder etwas Unglaubliches tut. Höreindrücke zu den einzelnen Tracks gibt es hier …
Kula Shaker – Strangefolk

Sie sind wieder da. Kula Shaker, die retrospektivste aller retrospektiven Britpop-Bands, melden sich zurück. Die Indien-Darlings aus reichem Elternhause. Was wurde über sie gelacht und gehetzt. Spiritueller Schnickschnack gepaart mit Deep Purple-Rock. Und doch, ihre einzigen beiden Alben waren Pop-Manifeste, die sich immer wieder hören lassen. Den Rest des Beitrags lesen »
The White Stripes – Icky Thump

Wer das Cover des jüngsten White Stripes-Album zum ersten Mal sieht (und die Band kennt) denkt vermutlich zwei Sachen: 1. Mariachi-Musik?! 2. Könnte gut sein, schließlich sind es immer noch die White Stripes.
Boy Omega – Hope On The Horizon

Den Namen Boy Omega überlegte sich der Schwede Martin Hendrik Gustafsson bereits im zarten Alter von zehn Jahren und fast ebenso lange Zeit ist er damit beschäftigt seinem Faible für Musik in diversen Bands Ausdruck zu verleihen. Hope on the Horizon ist mittlerweile das vierte Album und bestimmt nicht das Letzte des „letzten Jungen“, dessen quantitativer Output quasi einer Frusciante-light-Version entspricht, da er bereits bei der Veröffentlichung des Debüts I Name You Isolation im Jahre 2004 weitere 200 Songs auf seinem Computer gehamstert hatte, von denen einige im Frühjahr und Herbst 2006 das Tageslicht in Form der beiden Alben The Black Tango und The Grey Rainbow erblickten.
Talib Kweli – Eardrum

„Feel the Heartbeat, feel the Heartbeat on your Eardrum we got a new heartbeat!“ Sie sagen ich brauche nur 10 Prozent meines mentalen Potenzials auf diesem Instrumental. Beim ersten Hören dachte ich es wird eine sehr melancholische Angelegenheit. Aber nun stecke ich mittendrin in seiner Welt. Es ist mein Blut, Schweiß, Tränen, Jahre, Quälerei, Liebe, Hass, Angst, New York City, Regen, Hölle, Schlaf, Schnee, was immer das Wetter uns bringt, New York City im dritten Auge des Sturms, es ist der Ort wo Wissen zur Welt kommt.
O’Death – Head Home

Was würde wohl passieren, wenn man Woody Guthrie, Tom Waits und Alec Ounsworth dazu bringen könnte, für eine Platte mit Gogol Bordello und Springsteens Seeger Sessions-Band gemeinsame Sache zu machen? Gut geraten: O’Death, eine junge Band aus New York, könnte das Ergebnis sein. Einmal ganz davon abgesehen, dass es schwierig werden könnte, den 1967 verblichenen Folkhelden Guthrie noch auf eine Bühne, geschweige denn in ein Aufnahmestudio zu bekommen.
Lifehouse – Who we are

Um es kurz und schmerzlos zu machen: Das vierte Album von Jason Wade, Rick Woolstenhulme und Bryce Soderberg ist egal.
Chuck Prophet – The Hurting Business

Die besten Dinge bringt einem der Zufall. Klingt wie ein dämlicher Kalenderspruch (ist es vermutlich auch), aber es stimmt einfach. Auch wenn es um Musik geht. Das Radio bringt sie – trotz gegenteiliger und überall gleichlautender Behauptung, das Beste aus den 80ern, 90ern und von heute zu spielen – jedenfalls nicht. Nein, das Beste findet man zum Beispiel, wenn man in die Stadtbibliothek geht, und sich wahllos CDs ausleiht von Künstlern, von denen man noch nie gehört hat. Vielleicht erwischt man jede Menge Mist (dann ist man einfach nur froh, sich das Zeug nicht gekauft zu haben), aber vielleicht ist auch ein zukünftiger All-time-Favorite darunter. So wie The Hurting Business von Chuck Prophet. Den Rest des Beitrags lesen »
Justice – †

Es begab sich zu einer Zeit, genauer genommen vor zwei Tagen, da wollte ich einem Freund, wohlgemerkt einem Franzosen, begeistert von meiner neuesten Errungenschaft berichten: dem Album † vom französischen Elektro-Duo Justice. Der Freund, sehr gut vertraut mit französischer Elektronika, hörte rein und befand nach kürzester Zeit: französische Elektro-Mucke halt. Als Beweis zeigte er mir Stücke einer anderen Band aus Frankreich, und tatsächlich, das klang vertraut.